Allgemeine Infos zu Winterreifen
Auch wenn nicht eindeutig nachgewiesen ist, ob die "7 Grad Regel" zutrifft (danach sollte man bei Temperaturen ab 7 Grad die Winterreifen aufziehen), steht die kalte Jahreszeit vor der Tür und damit der Wechsel der Sommer- auf die Winterreifen.
Winterreifen unterscheiden sich von den Sommerreifen unter anderem dadurch, dass sie speziell für winterliche Fahrverhältnisse und niedere Temperaturen designt und entwickelt worden sind. Die verwendete Gummimischung bleibt auch bei sehr niederen Temperaturen elastisch, die Kennzeichnung erfolgt mit den Buchstaben "M & S" (englisch: Mud & Snow). Im Gegensatz zu Sommerreifen haben Winterreifen im Profil Lamellen, die eine Verzahnung mit beispielsweise Schnee ermöglichen und so das Auto stabil auf der Fahrbahn halten können. Die Mindestprofiltiefe der Winterreifen muss übrigens 4 mm betragen, sonst werden die Reifen als Sommerreifen gewertet, was bei etwaigen Unfällen im Winter zu Problemen mit der Versicherung führen kann, da man ja verpflichtet ist, eine der Situation angepasste Bereifung zu verwenden.
Von den großen Autofahrerclubs werden jährlich Tests mit Winterreifen durchgeführt, die dann im Internet nachzulesen sind. Steht man nun vor der Neuanschaffung von Winterreifen, so sind diese Tests eine gute Orientierungshilfe, immer natürlich unter Beachtung des verwendeten Fahrzeuges, von dem ja auch zum Beispiel die Reifendimension, die Höchstgeschwindigkeit oder das Gewicht beim Ankauf berücksichtig werden muss.
Die bisher als "Winterreifenpflicht" ausgelegte Vorschrift in der Straßenverkehrsordnung wurde vor Kurzem vom Oberlandesgericht Oldenburg als "schwammig" tituliert und aufgehoben. Zurzeit arbeiten Experten an einem neuen Gesetz zur Winterreifenpflicht, das noch im November in Kraft treten soll. Damit wird es (wieder) möglich sein, Autofahrer, die trotz winterlicher Fahrverhältnisse ohne Winterreifen unterwegs sind, entsprechend zu bestrafen.